Pressearchiv 2026

Was braucht Österreich und Europa jetzt? Bei „4GAMECHANGERS Next 2026“ blicken Wirtschaft, Medien und Politik gemeinsam in die Zukunft



Wien, 17. September 2026. Gemeinsam die Zukunft gestalten: Das 4GAMECHANGERS Next ging dieses Jahr in eine neue Runde und versammelte führende Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Medien und Innovation in Meinls Rösthalle in Wien. 700 Gäste kamen zusammen und verfolgten das Programm, moderiert von Gundula Geiginger (PULS 4) und Stefan Lenglinger (ORF), gestaltet durch die Co-Hosts ProSiebenSat.1 PULS 4 mit JOYN und dem ORF.

„Wir sprechen viel über Innovation, Vertrauen, Verantwortung und natürlich die Zukunft. Als Medien werden wir heute lernen, dass wir nicht immer nur Applaus bekommen. Ja, Kritik gehört zum Tagesgeschäft dazu und sie kann unangenehm sein. Aber gleichzeitig ist sie der Treiber der Weiterentwicklung“, eröffnet Thomas Gruber, Co-CEO der ProSiebenSat.1 PULS 4 Gruppe, das 4GAMECHANGERS Next. Gemeinsam mit Co-CEO Bernhard Albrechtsetzt er den thematischen Rahmen des Abends. Der österreichische Medienmarkt steht vor einer gemeinsamen Herausforderung: Gegen Globalmedien aus Amerika und China anzukommen und Möglichkeiten via Künstlicher Intelligenz sinnvoll zu nutzen, ohne die Menschlichkeit dabei zu verlieren. “Für uns ist weiterhin entscheidend, dass das Thema Kooperation in den Vordergrund rückt und der ORF in diesem Sinne den Spielraum, die Möglichkeit und den Auftrag bekommt, den österreichischen Medienstandort als Ganzes zu stärken.“

In einer Impulsrede befasste sich Vizekanzler & Medienminister Andreas Bablermit der Standortbestimmung des Medienstandorts Österreich und der geplanten ORF-Reform: “Der ORF muss digitaler werden, die Gremien müssen sich verändern, es braucht mehr Kooperation zwischen ORF und privaten Medien. Eine freie Demokratie braucht einen ORF und genauso starke private Medien. Gemeinsam sind wir stärker.” Und weiter in Richtung Werbemarkt: “Werbetreibende sind dazu aufgerufen, ihren Teil beizutragen und nicht Milliarden bei globalen Konzernen zu investieren.”

Fragen rund um die Zukunft des ORF undseine Rolleam heimischen Medienmarkt stellte sich der designierte ORF-Generaldirektor Clemens Pigin einem „Breaking Media“-Interview mit Gundula Geiginger. „Wir haben den österreichischen Medienmarkt zu lange wie ein Nullsummenspiel behandelt. Während wir darüber diskutieren, wer größer oder kleiner sein darf, gewinnen internationale Plattformen Aufmerksamkeit, Werbegeld und Daten. Deshalb sollten wir uns nicht länger fragen: Wie viel ORF darf es geben? Die wichtigere Frage lautet: Wie viel österreichische Öffentlichkeit wird es künftig noch geben? Denn Demokratie braucht Öffentlichkeit. Und Öffentlichkeit braucht unabhängige Medien“, sagt Pig.

Welche Wichtigkeit Kooperation im eigenen Land und auch über Österreichs Grenzen hinaus hat, betonte Digitalisierungs-Staatssekretär Alexander Pröll. Er diskutierte gemeinsam mit Corinna Milborndie aktuelle Lage Europas im Wettkampf mit großen Tech-Konzernen. “Europa ist in der KI-Entwicklung dramatisch hinten nach. Wir haben bei Rechenzentren massiven Aufholbedarf“, erklärt Alexander Pröll. „Im KI-Bereich arbeitet Österreich an einer adaptiven Strategie, um der Entwicklungsgeschwindigkeit zu begegnen. Durch Bildung schaffen wir eine resiliente Gesellschaft.”

„Wach auf Europa, wir müssen jetzt loslegen“- mit ihrer Keynote begeistert Verena Pausder, Gründerin und Vorstandsvorsitzende des deutschen Startup-Verbands. Im Kern hebt sie hervor: “Es ist das Gebot der Stunde den freien Markt, den wir haben, zu verteidigen und wenn große Unternehmen, die keine Steuern zahlen, dann dürfen sie nicht unseren Wettbewerb in einem Maße einschränken, dass es nur uns schadet.”
Ergänzend dazu nutzen zahlreiche Stimmen aus Österreichs Wirtschaft die 4GAMECHANGERS-Bühne, u.a. Annette Mann (CEO Austrian Airlines), Marcel Haraszti (Vorstand REWE International), Astrid Steharnig-Staudinger, (CEO Österreich Werbung), Robert Hartlauer (Geschäftsführer Hartlauer), Christiane Noll (CEO Avanade Österreich) und Henry Murray (Co-Founder & CMO Waterdrop) uvm. Sie richten ihre Apelle für wirtschaftliche Rahmenbedingungen an die Politik und auch ihre direkten Appelle, Kritik und Wünsche an nationale Medien. Finanzmarktexpertin Monika Rosen und Verena Pausder ordneten die Aussagen on Stage live ein.
Dazu Monika Rosen: „Das Thema Wirtschaft und Finanzmarkt ist in den letzten Jahren mehr zum Thema geworden – ich finde das gut. Und mein Ratschlag an junge Menschen: Sich öfter mal die Frage stellen "Was mache ich persönlich, um die Situation zu verbessern?"

Was die Welt, Europa und Österreich gerade beschäftigt besprechen live zwei der erfolgreichsten Menschen Österreichs: Gerhard Zeiler(Präsident International Warner Bros. Discovery) und Andreas Treichl(Vorstandsvorsitzender der ERSTE Stiftung) im Talk mit PULS 4-Reporterin Tanja Kreidenhuber. Gerhard Zeiler ruft auf: “Wir dürfen uns Österreich und Europa nicht schlecht reden lassen.”.
Zudem zeigt er sich überzeugt: „Europa muss sich mit 450 Millionen Menschen und einem exzellenten Bildungssystem nicht verstecken. Die hausgemachten Probleme sind lösbar. Wir kennen die Antworten und müssen sie nur umsetzen. Wir brauchen nur Mut“.
„Trotz einer der höchsten Forschungsquoten in Europa und hervorragenden Unternehmen, ist Österreich extrem weit hinten. Das ist kein Grund, um in eine Depression zu verfallen. Wir müssen zugeben, dass wir Mist gebaut haben und wieder anpacken, damit es wieder bergauf geht“, meint Andreas Treichl.

Abgerundet wird der Abend von einer zukunftsorientierten Rede von ORF-Generaldirektorin Ingrid Turnherund PULS 4 Info-Direktorin Corinna Milbornganz nach dem Motto „Shape what’s next“.

“Geld kann abwandern, Werbung kann abwandern und – das halte ich für das Gefährlichste – auch Publikum kann abwandern. Die Antwort muss eine gemeinsame Vorwärtsstrategie sein: jetzt die richtigen Weichen zu stellen, damit der österreichische Medienmarkt stark und relevant bleibt. Österreich braucht starke private Medien. Und Österreich braucht gleichzeitig einen starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk”, so Ingrid Turnher.

Corinna Milborn: “Es geht um die Frage, ob wir überhaupt noch Öffentlichkeit haben und ob diese Gesellschaft funktioniert. (…) Weil Sie die Entscheidung treffen, wo Sie ihre Aufmerksamkeit und Budgets hinlenken. Und ob sie mitmachen bei einem Schulterschluss für den österreichischen Medienstandort, der sowohl Medienvielfalt als auch Kooperation, wie wir sie hier vorzeigen und worüber ich sehr glücklich bin, sichert. Es ist die Frage, ob es in Österreich noch kritischen unabhängigen Journalismus für unsere Demokratie gibt.”

Die Highlights des 4GAMECHANGERS Next 2026 sind ab Freitag, den 18. September kostenlos auf der Streamingplattform JOYN verfügbar: https://www.joyn.at/serien/4gamechangers
Fotogalerie zum Event ab Freitag unter https://sevenone.at/n/4gc-next-2026

ProSiebenSat.1 PULS 4, JOYN und der ORF bedanken sich bei den Sponsoren & Partnern des 4GAMECHANGERS Next herzlich: BYD, EAT HAPPY, Julius Meinl, Ottakringer, Red Bull, Vöslauer und WEIN & CO,






 

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